Gemeinden, Regionen, Unternehmen und Hausbesitzer können sich heute schon aktiv am Übergang in eine nachhaltige Energieversorgung beteiligen, Mieter jedoch kaum. Noch sind erneuerbare Energien teurer als konventionelle, jedoch sinken die Kosten stark und insbesondere Grossprojekte werden immer wirtschaftlicher.

Viele Privatpersonen würden gerne eigenen Solarstrom produzieren, jedoch fehlt ihnen ein eigenes oder ein geeignetes Dach, ausreichend Startkapital oder die Zeit, sich mit aufwändigen Planungs- und Bewilligungsverfahren auseinanderzusetzen. Weitere Hindernisse stellen häufig die Betreuungs- und Unterhaltsarbeiten der Anlage dar.

Die Grünliberale Partei der Stadt St.Gallen lancierte die Genossenschaft Solar St.Gallen mit dem Ziel, erneuerbaren Energieformen zum Durchbruch zu verhelfen – denn vom Reden alleine kommt nichts.

Statt eine eigene Anlage zu errichten, können sich Privatpersonen und Unternehmen durch den Kauf von Anteilscheinen an Anlagen zur Produktion von erneuerbaren Energien beteiligen.

Die Erstellung von grösseren Gemeinschaftsanlagen ist sinnvoll, da damit Solarstrom noch kostengünstiger erzeugt wird.

Aus den Beiträgen der Genossenschafter werden Errichtung und Unterhalt der Anlagen finanziert. Die gewonnene Energie wird ins Netz eingespeist und durch die St.Galler Stadtwerke vertrieben. Die Genossenschaftsanteile werden zu einem angemessenen Prozentsatz verzinst. Verschiedene Gemeinden in der Schweiz und vor allem in Deutschland haben solche Gemeinschaftsprojekte bereits erfolgreich lanciert.

Die Nutzung der Sonnenenergie, welche 28’000 Mal mehr Energie liefert als die Menschheit verbraucht, könnte im Kanton St.Gallen verstärkt zu einem gewerblichen Standbein werden.